Spiritualität ist keine weibliche Eigenschaft

  1. Katrin Klug
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Spiritualität ist keine weibliche Eigenschaft!

 

Viele Jahre wurden die Begriffe, wie Emotionalität und Spiritualität, dem weiblichen Geschlecht zugeschrieben. Die harte Welt der Wirtschaft gehörte den Männern.

Die Zeiten ändern sich und das ist gut so. Mittlerweile sind Frauen in höheren Positionen in der Geschäftswelt zu finden und das Thema Spiritualität fängt jetzt, ganz langsam an, auch Männer zu interessieren.

Als ich im Juli eine Veranstaltung von Gedankentanken besuchte, zum Thema „Life“, waren 10.000 Gäste in der Olympiahalle. Von den 10.000 Besuchern waren ca. 5000 Männer. Robert Betz, ein Vortragender, meinte, dass es vor 10 Jahren anders ausgesehen hätte. Damals waren, von den 10 % anwesende Männer, wahrscheinlich viele dabei die von Ihren Frauen mitgeschleppt wurden.

Die USA sind uns da ein Schritt voran. Da ist es keine Seltenheit, in großen Firmen, Achtsamkeit oder Meditation Seminare für die CEOs anzubieten. Die Welt der Meditation und des Anhaltens ist in der Wirtschaft angekommen. Leider bei uns noch nicht oder zumindest sehr langsam.
Der Mensch sucht nach einem Sinn. Und das gilt für Männer wie für Frauen.

Das Wort Spiritualität, mag für viele Herren der alten Generation noch ein Wort sein, das mit Zauberei, Hokuspokus oder Kräuterhexen zusammenhängt. Dennoch findet man heutzutage immer mehr Männer, die sich mit dem Thema beschäftigen.

Spiritualität hat viel mit Emotion zu tun. Emotionen haben wir alle.
Zugegeben, die alte Generation hat mit Erziehungsfehler bei Männer zu kämpfen. Damals war es nicht „Männlich“ Emotionen zu zeigen oder gar sich von Gefühlen leiten zu lassen. Da war der klare Verstand gefragt, der Kampfgeist, das Durchdachte, die Strategie. Die Eltern dieser Männer waren Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg das Land wieder aufbauen mussten. Da war nicht viel Zeit für innehalten und fühlen …
Ein Mädchen durfte da schon ein wenig mehr träumen. Das war zumindest akzeptiert. Mädchen halt …

Die Mehrzahl der Topmanager und Firmeninhaber sind heutzutage immer noch Männer. Sie sind dahin gekommen, weil sie Ihren Verstand und Ihren Kampfgeist genutzt haben. Dennoch, nicht wenige von Ihnen sind irgendwann an einen Punkt in Ihrem Leben, wo ein Gefühl der Leere entsteht. Obwohl Sie vieles mit bestem Wissen und Gewissen gemacht haben, sie wirtschaftlichen Erfolg und Prestige genießen, fühlen sie sich leer. Was einmal eine Lust war: das Aufbauen, der Erfolg und die finanzielle Freiheit, fühlt sich irgendwann nach Last an.

Diese Leere fühlt sich sehr unangenehm an. Wer nicht gelernt hat, seinem Gefühl einen Raum zu geben, fühlt sich schlecht. Der Mensch fühlt sich schlecht, ohne wirklich zu wissen, warum … Das ist das gefährliche. Es scheint ja alles da zu sein: Familie, Freunde, Geld, Beruf und doch nagt etwas Unsichtbares, worüber man sich nie Gedanken gemacht hat.
Wichtige Entscheidungen, die mit einem Gefühl der Angst beschlossen werden, können fatale Auswirkungen haben.

Die Arbeitswelt verändert sich, die Anforderungen sind nicht mehr dieselbe. Die Arbeitsmoral der neuen Generation ist eine andere wie vor 20 Jahren.
Es geht heute nicht mehr nur um das „gewusst wie“ es geht auch um das „gewusst warum“.
Das ist für viele Firmen eine große Veränderung und Veränderung macht Angst.

Da wären wir wieder beim Gefühl …

Es gibt natürlich neue Leitlinien, Change Management Seminare, Scrum Techniken, Seminare zur Digitalisierung etc. Viel Hilfe, um mit dem Verstand, mit dem Lernen, die Veränderung zu überleben.

Das sind alles Tools, womit die Firma arbeiten kann und weiterkommt.
Aber füllt der Mensch damit sein Gefühl der Leere aus? Wird er damit seine Ängste los? Die Gefühle sind nicht mit dem Verstand zu klären. Da muss Raum für Emotionen gegeben werden.

Wenn Sie bis hier gelesen haben, fühlen Sie sich vielleicht angesprochen.
Das Gefühl der Leere können Sie füllen! Das Gefühl der Angst können Sie loswerden! Am Wichtigsten ist es, es erstmal die Angst zu erkennen, dann das Gefühl zu verstehen, um im letzten Schritt daran zu arbeiten und die Situation zu verändern.

Und diesmal können Frauen etwas von den Männern lernen. Wenn ein Mann sich mit Spiritualität befasst, ist er oft konsequenter und ernsthafter bei der Sache. Er schafft es, seine veränderte Sichtweise, in seine Businesswelt zu integrieren, und wird dadurch erfolgreich auf vielen Ebenen. Es ist zumindest meine Erfahrung. Die meiste Keynote Speakers in Deutschland, die über Spiritualität reden, sind Männer.

Aber dafür muss er sich erst auf den Weg machen …

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